Morgens um fünf landet eine E-Mail von Deiner eigenen Website im Postfach. Sie ist auf Englisch, beginnt mit einem fröhlichen „Howdy!“ und meldet, dass etwas schiefgegangen ist. Der Betreff: „[Deine Website] Some plugins have failed to update“. Viele Website-Betreiber sind dann unsicher: Ist die Seite kaputt? Wurde sie gehackt? Musst Du sofort handeln?
Wir haben genau so eine Mail bekommen und erklären sie Dir Zeile für Zeile. Kurz vorweg: Ein WordPress Plugin Update fehlgeschlagen heißt fast nie, dass Deine Seite down ist, aber es heißt, dass Du nachschauen solltest.

So sieht die E-Mail aus
Betreff: [Deine Website] Some plugins have failed to update
Von: Deine Website <kontakt@deine-website.de>
Howdy! Plugins failed to update on your site at https://deine-website.de.
Please check your site now. It’s possible that everything is working. If there are updates available, you should update.
The following plugins failed to update. If there was a fatal error in the update, the previously installed version has been restored.
– Beispiel-Plugin (from version 5.11.0 to 5.12.0) : https://wordpress.org/plugins/beispiel-plugin/To manage plugins on your site, visit the Plugins page: https://deine-website.de/wp-admin/plugins.php
If you experience any issues or need support, the volunteers in the WordPress.org support forums may be able to help.
https://wordpress.org/support/forums/The WordPress Team
Die echte WordPress-Benachrichtigung. Domain und Plugin-Name haben wir anonymisiert.
Ist die Mail echt oder Phishing?
Die Mail ist echt. WordPress verschickt sie selbst, und zwar an die Admin-E-Mail-Adresse, die in den Einstellungen hinterlegt ist. Sie kommt, wenn ein automatisches Update fehlschlägt. Deshalb steht Deine eigene Domain im Absender, und deshalb kommt sie oft nachts: Die automatischen Updates laufen über WordPress-Cron im Hintergrund.
Trotzdem gilt: Klick nicht blind auf Links in der Mail. Ruf Dein WordPress-Backend lieber selbst über die Adresse auf, die Du kennst.
Was die Mail auf Deutsch sagt
- „Plugins failed to update“: Ein Plugin sollte automatisch aktualisiert werden, und das hat nicht geklappt.
- „It’s possible that everything is working“: Deine Website läuft wahrscheinlich weiter, aber mit der alten Version.
- „The previously installed version has been restored“: Gab es beim Update einen schweren Fehler, hat WordPress die vorherige Version wiederhergestellt. Diese automatische Rücksicherung gibt es seit WordPress 6.6.
- „from version 5.11.0 to 5.12.0“: Die neue Version ist nicht installiert. Du arbeitest weiter mit der alten.
Kurz gesagt: Deine Seite ist sehr wahrscheinlich nicht kaputt, aber das Plugin ist nicht aktuell. Genau das ist das eigentliche Risiko.
Warum Du das nicht ignorieren solltest
Ein gescheitertes Update wird beim nächsten Durchlauf nicht unbedingt nachgeholt. Liegt die Ursache auf dem Server, scheitert der nächste Versuch aus demselben Grund. Das Plugin bleibt dann wochenlang auf dem alten Stand.
Ist in dieser alten Version eine Sicherheitslücke bekannt, steht die Tür offen. Veraltete Plugins sind einer der häufigsten Wege, über die WordPress-Seiten gehackt werden.
WordPress Plugin Update fehlgeschlagen: die häufigsten Ursachen
- Zu wenig Speicherplatz. Das Update braucht kurzzeitig Platz für die alte und die neue Version gleichzeitig.
- Falsche Dateirechte. WordPress darf den Plugin-Ordner nicht überschreiben.
- Zeitüberschreitung. Langsames Hosting oder eine knappe PHP-Laufzeit brechen den Download oder das Entpacken ab.
- Inkompatible PHP- oder WordPress-Version. Die neue Plugin-Version verlangt eine neuere PHP-Version, als Dein Server hat.
- Fataler Fehler nach dem Update. Die neue Version verträgt sich nicht mit einem anderen Plugin oder dem Theme, und WordPress rollt zurück.
- Hängender Update-Prozess. Ein vorheriges Update wurde nicht sauber beendet und blockiert weitere Updates.
Was Du jetzt tun solltest
1. Website prüfen. Ruf die Startseite und zwei, drei wichtige Unterseiten auf, zum Beispiel Kontaktformular und Shop. Melde Dich im Backend an.
2. Plugin-Seite ansehen. Unter Plugins → Installierte Plugins siehst Du, ob das Update noch aussteht.
3. Vor dem nächsten Versuch ein Backup machen. Das gilt immer, auch wenn das Update „nur“ ein kleines ist.
4. Update von Hand anstoßen. Häufig klappt es manuell im Backend sofort. Scheitert es auch dann, zeigt WordPress meist eine konkretere Fehlermeldung als in der Mail.
5. Website-Zustand prüfen. Unter Werkzeuge → Website-Zustand zeigt WordPress Probleme mit Dateirechten, PHP-Version oder geplanten Aufgaben.
6. Nach dem Update testen. Klick die wichtigsten Funktionen durch, vor allem Formulare, Warenkorb und Kasse.
Kommst Du an einer Stelle nicht weiter oder taucht eine Fehlermeldung auf, die Du nicht einordnen kannst, probier nicht weiter herum. Ein abgebrochenes Update auf einem Live-System kann aus einem kleinen Problem ein großes machen.
Und wenn diese Mails regelmäßig kommen?
Dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht. Der Server bremst Updates aus, der Speicher läuft voll oder die PHP-Version ist veraltet. Einzelne Fehlschläge zu beheben hilft dann nur kurz. Die Ursache muss weg.
Fazit
Die Mail „Some plugins have failed to update“ ist kein Grund zur Panik, aber ein klarer Auftrag. Deine Seite läuft meist weiter, nur das Plugin ist nicht aktuell. Prüf die Seite, hol das Update kontrolliert nach und such die Ursache, wenn es öfter passiert.
Du willst solche Mails gar nicht erst selbst bearbeiten müssen? Mit der WordPress-Wartung von Captain WordPress übernehmen wir Updates, Backups und Kontrolle. Wir merken es, bevor ein gescheitertes Update zur Sicherheitslücke wird.
Häufige Fragen
Ist die Mail „Some plugins have failed to update“ echt?
Ja. WordPress verschickt sie selbst an die Admin-E-Mail-Adresse, wenn ein automatisches Plugin-Update fehlschlägt. Öffne Dein Backend trotzdem lieber direkt statt über die Links in der Mail.
Ist meine Website kaputt, wenn ein Plugin-Update fehlgeschlagen ist?
Meist nicht. Die Seite läuft mit der alten Plugin-Version weiter. Gab es beim Update einen schweren Fehler, stellt WordPress seit Version 6.6 die vorherige Version automatisch wieder her.
Holt WordPress das Update von selbst nach?
Nicht zuverlässig. Liegt die Ursache auf dem Server, etwa bei Speicherplatz oder Dateirechten, scheitert auch der nächste Versuch. Prüf das Update deshalb selbst.
Warum ist ein fehlgeschlagenes Plugin-Update gefährlich?
Weil das Plugin auf dem alten Stand bleibt. Enthält diese Version eine bekannte Sicherheitslücke, ist Deine Website angreifbar.