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WordPress Memory Limit erhöhen: „memory exhausted“ beheben

Die Fehlermeldung „Allowed memory size exhausted“ wirkt im ersten Moment dramatisch: Deine WordPress-Seite lädt nicht richtig, im Adminbereich erscheint ein weißer Bildschirm oder ein Update bricht ab. Meist bedeutet das aber nicht, dass Deine Website zerstört ist. In der Regel hat ein PHP-Skript mehr Arbeitsspeicher angefordert, als ihm aktuell erlaubt ist.

Die gute Nachricht: Du kannst das Problem oft selbst eingrenzen und beheben. In diesem Ratgeber zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du das WordPress Memory Limit erhöhen kannst, welche Dateien dafür infrage kommen und warum Du danach trotzdem die eigentliche Ursache prüfen solltest.

WordPress Memory Limit erhöhen bei einer PHP memory exhausted Fehlermeldung

Was bedeutet „Allowed memory size exhausted“?

WordPress läuft auf PHP. Damit einzelne Skripte nicht unbegrenzt Speicher verbrauchen, setzt der Server ein sogenanntes Memory Limit. Wird dieses Limit überschritten, stoppt PHP den laufenden Prozess und gibt eine Meldung wie „Allowed memory size of … bytes exhausted“ aus.

Typische Situationen sind Plugin-Updates, der Import vieler Inhalte, Bildverarbeitung, Backups, Page Builder, WooCommerce-Aufgaben oder ein fehlerhaftes Plugin. Der Fehler sagt also zunächst nur: Ein Prozess braucht mehr Speicher, als aktuell freigegeben ist.

WordPress Memory Limit erhöhen: der schnelle Fix in wp-config.php

Der häufigste und einfachste Weg ist ein Eintrag in der Datei wp-config.php. Diese Datei liegt im Hauptverzeichnis Deiner WordPress-Installation, also dort, wo auch Ordner wie wp-content, wp-admin und wp-includes liegen.

Öffne die wp-config.php per FTP, SFTP oder über den Dateimanager Deines Hostings. Erstelle vorher eine Sicherung der Datei. Füge dann oberhalb der Zeile „That’s all, stop editing!“ folgenden Eintrag ein: define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚256M‘);. Damit weist Du WordPress an, bis zu 256 MB PHP-Speicher zu verwenden, sofern Dein Hosting das zulässt.

  1. Per FTP/SFTP oder Hosting-Dateimanager mit dem Webspace verbinden.
  2. Die Datei wp-config.php im WordPress-Hauptverzeichnis herunterladen oder direkt bearbeiten.
  3. Vor der Änderung eine Kopie der Datei sichern.
  4. Oberhalb der Schlusszeile define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚256M‘); einfügen.
  5. Datei speichern, hochladen und Website sowie Adminbereich erneut testen.

Wenn Deine Website danach wieder läuft, ist der akute Ausfall meist behoben. Trotzdem solltest Du nicht dabei stehen bleiben. Das WordPress Memory Limit erhöhen beseitigt oft das Symptom, aber nicht automatisch die Ursache für den hohen Speicherverbrauch.

Wenn wp-config.php nicht reicht: php.ini, .htaccess und Hosting-Panel

Nicht jedes Hosting erlaubt es WordPress, das Speicherlimit selbst zu erhöhen. Dann kann der Eintrag in der wp-config.php wirkungslos bleiben oder nur bis zu einer vom Anbieter gesetzten Obergrenze greifen. In diesem Fall musst Du das Limit serverseitig anpassen oder den Support kontaktieren.

Je nach Hosting-Umgebung gibt es dafür unterschiedliche Wege. Manche Anbieter bieten im Kundenmenü eine PHP-Konfiguration an. Bei anderen kannst Du eine php.ini, user.ini oder .htaccess verwenden. Welche Methode funktioniert, hängt stark vom Server ab.

  • php.ini oder .user.ini: Dort kann ein Wert wie memory_limit = 256M gesetzt werden, wenn das Hosting es erlaubt.
  • .htaccess: Auf manchen Apache-Servern funktioniert php_value memory_limit 256M, auf anderen führt es zu einem Serverfehler.
  • Hosting-Panel: Viele Anbieter haben eine PHP-Einstellung für memory_limit, die sicherer ist als manuelle Dateiänderungen.
  • Support: Wenn Du keinen Zugriff auf die PHP-Konfiguration hast, kann der Hoster Dir die gültige Grenze nennen oder das Limit anpassen.

Wichtig: Setze keine willkürlich hohen Werte. 256M ist für viele WordPress-Seiten ein sinnvoller erster Testwert. Größere Shops, komplexe Page Builder oder umfangreiche Backups können mehr benötigen, aber dauerhaft hoher Speicherbedarf ist ein Signal, genauer hinzusehen.

PHP-Speicherlimit im Hosting prüfen und WordPress-Fehler beheben

Die Ursache finden: Plugin, Theme oder Prozess eingrenzen

Wenn der Fehler nach kurzer Zeit wiederkommt, steckt oft ein Plugin, ein Theme oder ein bestimmter Vorgang dahinter. Besonders speicherhungrig können Backup-Plugins, Sicherheits-Scans, Import-Tools, Bildoptimierer, Statistik-Plugins oder sehr umfangreiche Page-Builder-Seiten sein.

Der saubere Weg ist Eingrenzung. Deaktiviere nicht wahllos alles, sondern arbeite Schritt für Schritt. Falls Du keinen Zugriff mehr auf den Adminbereich hast, kannst Du Plugins per FTP vorübergehend deaktivieren, indem Du den Ordner wp-content/plugins umbenennst oder einzelne Plugin-Ordner testweise umbenennst.

So gehst Du bei der Fehlersuche vor

  1. Prüfe, wann der Fehler auftritt: beim Laden einer Seite, im Adminbereich, bei Updates, Backups oder Importen.
  2. Deaktiviere zuletzt installierte oder aktualisierte Plugins zuerst.
  3. Wechsle testweise auf ein Standard-Theme, wenn der Fehler nach Plugin-Tests bleibt.
  4. Aktiviere Plugins nacheinander wieder und teste nach jedem Schritt.
  5. Kontrolliere Server-Logs oder WordPress-Debug-Logs, wenn Du Zugriff darauf hast.

Wenn ein Plugin den Fehler auslöst, ist nicht automatisch das Plugin „schlecht“. Es kann auch an einer sehr großen Datenmenge, einer ungünstigen Einstellung, einem Konflikt oder einem zu knapp bemessenen Hosting-Paket liegen. Entscheidend ist, dass Du den Auslöser findest, statt nur immer weiter Speicher nachzulegen.

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Hosting-Grenzen realistisch einschätzen

Das PHP Memory Limit ist nicht frei erfunden, sondern Teil der Ressourcenplanung Deines Servers. Besonders günstige Shared-Hosting-Pakete setzen häufig engere Grenzen, damit viele Websites parallel laufen können. Wenn Deine Website wächst, WooCommerce nutzt oder regelmäßig große Aufgaben verarbeitet, kann ein besser ausgestattetes Paket nötig sein.

Achte dabei nicht nur auf den beworbenen Speicherplatz, sondern auf PHP memory_limit, CPU-Limits, Prozesslaufzeit und verfügbare PHP-Versionen. Ein höheres WordPress Memory Limit erhöhen zu können, hilft nur dann dauerhaft, wenn die übrigen Serverressourcen ebenfalls zur Website passen.

Vorbeugen: Speicherprobleme früh erkennen

Damit der Fehler nicht im ungünstigsten Moment zurückkommt, lohnt sich regelmäßige Wartung. Halte WordPress, Plugins und Themes aktuell, entferne ungenutzte Erweiterungen und prüfe wiederkehrende Aufgaben wie Backups, Cronjobs und Bildoptimierung. Gerade alte oder doppelte Plugins können unnötig Speicher ziehen.

Wenn Du Dir bei Logs, Plugin-Konflikten oder Servereinstellungen unsicher bist, kann Captain WP die Analyse, Bereinigung und laufende Wartung übernehmen. Das ist besonders sinnvoll, wenn die Website geschäftskritisch ist oder der Fehler immer wieder auftritt.

Fazit

Bei „Allowed memory size exhausted“ ist der erste Schritt meist klar: WordPress Memory Limit erhöhen, zum Beispiel über wp-config.php auf 256M, sofern Dein Hosting das erlaubt. Danach solltest Du prüfen, warum der Speicher überhaupt ausgeschöpft wurde. So bringst Du Deine Website nicht nur schnell wieder online, sondern reduzierst auch das Risiko, dass der Fehler beim nächsten Update, Backup oder Seitenaufruf erneut auftaucht.

Häufige Fragen

Was heißt „Allowed memory size exhausted“ in WordPress?

PHP hat ein Skript gestoppt, weil es mehr Arbeitsspeicher benötigt hat, als der Server erlaubt. Häufig passiert das bei Updates, Backups, Importen oder speicherintensiven Plugins.

Welchen Wert sollte ich für das WordPress Memory Limit setzen?

256M ist für viele Websites ein sinnvoller erster Wert. Ob das greift, hängt aber von den Grenzen Deines Hostings ab.

Kann ich das Problem dauerhaft lösen, indem ich nur das Limit erhöhe?

Nicht immer. Das Erhöhen behebt oft den akuten Fehler, aber ein Plugin, Theme oder Prozess kann weiterhin ungewöhnlich viel Speicher verbrauchen.

Was mache ich, wenn ich nicht mehr in den Adminbereich komme?

Du kannst Plugins per FTP oder Dateimanager vorübergehend deaktivieren, indem Du Plugin-Ordner umbenennst. Danach testest Du, ob die Website wieder lädt.

Kann ein Hosting-Paket die Ursache sein?

Ja. Wenn das Paket sehr knappe PHP- oder CPU-Ressourcen hat, stößt eine größere WordPress-Seite schneller an Grenzen. Dann hilft der Hosting-Support oder ein leistungsfähigeres Paket.

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